Streitschlichter-Kongress 2016 in Augsburg

Selbstwahrnehmung - Fremdwahrnehmung

Der Stritschlichterkongress in Augsburg war ein ganz besonderer. Nicht nur, weil das Thema nahezu jeden beschäftigt, sondern auch, da es in einer sehr großen Breite bearbeitet werden konnte. Die gastgebende Freie Waldorfschule Augsburg bereitete den Kongress mit viel Liebe zum Detail vor und legte so den Grundstein für einen gelungenen Kongress. So wurden die Gäste bei ihrer Ankunft herzlich und organisiert begrüßt und konnten sich bei einem Getränk und etwas Kuchen stärken. Diese kleine Pause vor dem Start des Kongresses war für viele eine willkommene Pause, da in diesem Jahr wieder Schüler aus Kleinmachnow (Berlin), Krefeld, Karlsruhe, Gröbenzell, Mannheim, Hitzacker und Schwabing zum 9. Streitschlichterkongress nach Augsburg kamen.

Trotz der Verspätung einiger Teilnehmer, bedingt durch Verspätungen bei der Deutschen Bahn konnte der Kongress pünktlich beginnen.

In dem Eröffnungsplenum wurden die Teilnehmer begrüßt und auf das Thema eingestimmt. In den ersten Kontakt konnten Die Schüler-Mediatoren beim Namen-Bingo kommen, bei welchem sie unterschiedliche Personen finden mussten, auf welche bestimmte Eigenschaften zutrafen.

In einer Aufstellung in der Form einer gedachten Landkarte stellten sich die Teilnehmer so auf, dass die Orte der vertretene Schulen für die Anwesenden deutlich wurde.

Als offizielle Übergabe des Kongresses aus Kleinmachnow, aus dem letzten Jahr wurde die INTEResse-Kongress-Giraffe übergeben.

Da in diesem Plenum auch die Workshops vorgestellt und eingeteilt werden mussten, ging es gleich weiter mit der Vorstellung der Workshops. Hierbei stellten die Workshopleiter ihre Workshops vor und „warben“ für diese.

Hier die Workshops mit ihren Kurzbeschreibungen:

Die Workshops

Jonathan Ario und Raoul Dörfer

Fremdheit näher bringen!

Warum sind gerade so viele Menschen auf der Flucht? Wie können wir als Mediatoren helfen, die Situation von geflüchteten Menschen zu verbessern? Was können wir gegen Rassismus tun? Die Antworten auf diese Fragen wollen wir zusammen mit euch erarbeiten, außerdem wollen wir Erfahrungen austauschen und euch ein Soziales Pro-jekt in Mazedonien vorstellen.

Isabella Geier

 

Interkulturelle Konfliktmediation (mit minderjährigen Flüchtlingen)

Im ersten Teil wollen wir uns in eher spielerischer und über weite Strecken nonverbaler Art und Weise auf eine interkulturelle Kommunikation einlassen. Im zweiten Teil werden Schülerstreit-schlichter und Flüchtlinge an Hand realer Konfliktbeispiele zunächst in getrennten Gruppen Lösungsansätze erarbeiten, über die wir uns anschließend interkulturell austauschen und dabei unterschiedliche Wahrnehmungen, Werte und Herangehensweisen wertschätzend kennen ler-nen.

 

Maria Trautmann & Charlotte Lohse

Ich sein, fremd sein, gemeinsam sein - Mediation in der Schule und in der Welt

Wir wollen gerne mit euch zusammen erarbeiten, was es bedeutet fremd zu sein. Wer ist über-haupt fremd, wann fühlt man sich fremd und wie kann es gelingen, dass daraus etwas Gutes entsteht?  

 

Susanne Beck

Körperliche Reaktionen zu Wut und Hass - Streitschlichten aus der Sicht der Körpertherapie

Extreme Situationen wie sie bei schlimmen Konflikten vorkommen können bewirken etwas in Menschen, das manchmal nicht so einfach zu erklären oder zu verstehen ist. Doch nicht nur in der Psyche, sondern auch im Körper laufen da unterschiedliche Prozesse ab, die zum Teil ver-gleichbar mit echtem physischem Schmerz sein können. Was passiert da im Körper und was hat das mit dem zu tun, was im Umfeld geschieht? Wie kann ich das deuten, was mein Körper in einer Situation fühlt? Solche und viele weiteren Fragen werden hier im Workshop gestellt und beantwortet werden.

Zusammenarbeit mit Susanne Beck

Körperliche Reaktionen zu Wut und Hass - Streitschlichten aus der Sicht der Körpertherapie

 

Der gemeinnützige Verein INTEResse e.V. suchte nach Referenten für den Schüler-Mediations-Kongress in Augsburg zum Thema „Selbstwahrnehmung – Fremdwahrnehmung. Wie gehen wir damit in Mediationsgesprächen um?“

Bei solchen Kongressen, sollen sich Schüler aus ganz Deutschland durch unterschiedliche Workshops dem Thema nähern. Aufgrund der körper-psychotherapeutischen Sicht auf das Thema bot sich in Susanne Beck die Möglichkeit einen Workshop mit dem Titel „Körperliche Reaktionen zu Wut und Hass - Streitschlichten aus der Sicht der Körpertherapie“ anzubieten.

Die 23 Schüler beschäftigten sich mit den körperlichen Ursachen und Reaktionen auf Gefühle und Emotionen wie Wut und Hass und bekamen über die damit zusammenhängende Grundterminologie einen Überblick, welchen sie durch die freundliche Art und Weise Frau Becks auch in der späteren Vorstellung ihres Workshops den anderen Kongressteilnehmern differenziert darstellen konnten. In einer Feedbackrunde brachten die teilnehmenden Schüler zum Ausdruck, dass sie durch das aktive Spielen einer Extremsituation die zuvor erarbeiteten theoretischen Grundlagen selbst wahrnehmen und erfahren konnten und dadurch greifbar wurde.

Wie es weiter ging in Kürze hier.